| Mai 2011 |
| Der Wrangelkiezwanderer - 2011 | |
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Heute fanden wir diese hier bei uns im begehrtesten aller Wrangelkieze:
Am Abend sah es dann so aus:
Eine Übermacht von Polizisten bildete den Horizont
Vereinzelt wurde noch 'tatü - tata' gesungen.
Auch der Bürgermeister und ein paar Mitglieder des Quartiersrat waren da.
Nach Sonnenuntergang verlagerte sich die Menge zum Schlesischen Tor, von wo aus ein friedlicher Demonstrationszug seinen Lauf nehmen sollte.
Bleibt die Frage, ob das in der letzten Woche verbreitete 'Versprechen' noch eingelöst wird...
Ansonsten gab's heute - zwar nicht im Kiez, aber nahe dran - folgendes zu sehen:
Das ist tatsächlich nicht 'aus der Tüte', sondern der richtige Ort zur richtigen Zeit.
∗ ∗ ∗
Aus aktuellem Anlass ausnahmsweise zwei Filmchen einer seltsamen Idee. Aus der Zeitung erfuhr ich, dass (auch) im Görlitzer Park singende Mülleimer aufgestellt worden sind. Da musste ich doch einmal schauen, wie viele der 60.000 € wohl in unserem Park verschwunden sind. Die Idee ist ebenso einfach wie fragwürdig: Bei Benutzung des Mülleimers wird zur Belohnung eine Melodie gespielt. Damit wird wohl kein Stück Abfall mehr in den Eimern verschwinden. Heute (12.Mai) Mittag waren die beiden singenden Mülleimer des Görlitzer Parks weder gefüllt, noch wurden sie irgendwie beachtet. Sehet und lauschet:
Am Sonntag suchte ich noch die fehlenden beiden singenden Mülleimer auf und hier sind die Klangproben:
Hier noch die Beschriftung der Eimer:
Keine weiteren singenden Papierkörbe - brauchen wir auch nicht. Der Sänger des (vergangenen) Monats ist auch ein anderer:
Es ist die Nachtigall, die den Beginn des Frühlings besingt. Sie und die Schwalben machen für mich das Frühjahr komplett. Letztere sind dieses Jahr nur im Fluge zu betrachten. Die Schwalbenkästen beim 'Edelweiß' sind (noch?) unbewohnt. Nachwuchs gab es dafür am Görlitzer Teich. Vier Stockentenküken schwammen auf dem Teich. Ob sie das noch tun kann ich nicht sagen, ich habe sie ein paar Tage nicht gesehen. Die neuen Herren des umzäunten Teils des Teiches haben sie nämlich auf der Speisekarte:
Die Nebelkrähen sind so lange und so zahlreich am Teich, dass ich diesen Teil von nun an als 'die Krähenbucht' bezeichnen werde. Hier zeigt sich auch auf interessante Weise, dass Spatzen Kulturfolger sind: Sie haben ihre Haupt-Badestelle von der Krähenbucht an die aktuelle Hundebucht verlagert. Menschen und Hunde sind für sie also nicht so arg wie Nebelkrähen. Für die habe ich sogar einmal in mein deutsch/englisches Wörterbuch geschaut: hooded crow sagt man da.
Reiherente weiß ich nicht auf englisch - 'mächtig niedriger Wasserstand' hingegen schon. Hoffentlich regnet es bald. Ob dieser Wasserverlust nur über Verdunstung zustande kommt? Ich glaube immer noch an eine undichte Teichfolie.
Genug davon - mehr Frühling! Dazu gehören nicht nur Nachtigallen, Stare und Schwalben, sondern auch die Bienen. Durch Zufall traf ich eine Solitärbiene - nicht alle Bienen leben in Völkern, manche schlagen sich als Einzelgänger durch.
Das gehört natürlich auch untrennbar zum Frühling:
Einfach alles macht der Frühling schön. Selbst eine Hauptstraße wie die Schlesische Straße bekommt ein freundliches Gesicht.
Am Wochenende ist es hier nicht einmal verstaut. Auf dem Gehweg ist es da schon enger.
Eng war es auch am 1.Mai auf dem Görlitzer Platz. Leider haben alle Appelle an die Besucher nur wenig Sinn, solange es ein paar Schwachmaten gibt. Ein Tropfen Erdöl ruiniert eine Tonne Wasser und bei den Menschen ist das nicht besser. Vorher war es noch ganz unschuldig:
An gutem Willen hat es nicht gemangelt...
...am Ergebnis schon:
Das sieht nach einer vodkaschweren Kissenschlacht aus. Verglichen mit 'der Kuhle' ist das aber fast harmlos:
Man kann das auch schön sehen:
Diese ganzen Flaschen waren schon ekelig - geschaudert hat es mich aber beim Anblick einer anderen Flasche:
Isch dachte das Zeug wär krass aus der Mode, ey. Für die, die es noch nicht wissen: Tilidin macht stark körperlich abhängig. Es wirkt wie Opiate und hat genau den gleichen Sex- Appeal: keinen (nicht nur weil Impotenz zum Opiat- Misbrauch gehört). Nur weil es das Zeug in der Apotheke gibt ist es nicht automatisch keine Droge! Denkt an die Vergangenheit: Kokain und Heroin waren auch einmal Medikamente. Cannabis ist es immer noch. Auf Rezept beziehen es aber die wenigsten, so spielt der Preis seine Rolle:
Statt Droge empfehle ich lieber den aufgehenden Vollmond. Die Faaarbe, Alter! Letzten Monat hatte ich mich verrechnet, und unser Trabant erschien 5° zu weit im Süden, um von meinem Standort aus optimal genutzt werden zu können. Anyway - die Bilder gibt's nur hier:
Zum Abschluss noch ein Schnappschuss von der lautesten Anlage, die ich auf der Skalitzer Straße entlang fahren sah. Überraschenderweise war die nicht in einem tiefer gelegten Cabrio eingebaut, sondern in einem Fahrrad.
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