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November 2010
Der Wrangelkiezwanderer - 2010

Wind, mattes Licht und der erste Schnee des neuen Winters - ein unkommentierter
Blick darauf.

22.-28.11.2010

kaputter Regenschirm - Regenschirmspinne

Blick auf die Falckensteinstrasse im Abendlicht

feuchte Zweige in Abendstimmung

erste Schneeflocken 2011

schneebedeckte Sonnenblume

düstere Herststimmung

Nun auf in die erste richtig kalte Periode des Herbstes - Anfang Dezember soll's ja wieder milder werden...

 

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Diesmal war ich auf einer Ausstellungseröffnung und habe für dieses Jahr die
letzten Bilder zum Teichumbau im Görlitzer Park.

15.-21.11.2010

Ausgestellt

Seit dem 17.11 und noch bis zum Jahresende zeigt William Wires eine Auswahl seiner Ölbilder im 'Nest'. Die Eröffnung war trotz des schlechten Wetters gut besucht, so dass ich froh war zu den ersten Gästen zu zählen. So konnte ich in den leer geräumten, ehemaligen Büros bessere Fotos machen. Bills Bilder aus verschiedenen Kiezen in verschiedenen Ländern Europas zeigen schön, wie grenzenlos die Identifikation der Menschen mit ihrem Stadtteil sein kann. Wir sehen die zwar kaum in den Bildern, wir "denken sie aber hinein". Und bei fast allen Bildern meinen wir sagen zu können wo sie gemacht worden sind, doch liegen wir manchmal ein Land daneben. Bei aller Unterschiedlichkeit sind wir doch alle Brüder&Schwestern.

Bilder von William Wires im Cafe Nest

Bilder von William Wires in der Bar Nest

Bilder von W Wires

Bilder von William Wires im Cafe Nest

Gäste bei der Eröffnungsrede von G. Rohleder

 

Aufgestellt

Die Vandalenschäden von letzter Woche sind nun beseitigt und die Arbeiten rund um den Teich nähern sich weiter der Fertigstellung. Der neue Zaun scheint kindersicher und jetzt gibt es sogar Hinweise darauf, was das hier soll und was hier entsteht.

Anschlag am Bauzaun am Görlitzer Teich

Der neue Zaun am Görlitzer Teich

 

 

Aber wenn die Sonne einmal darauf fiel war auch diese Woche unser Wrangelkiez der Schönste von allen.

Häuserfronten im Streiflicht

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08.-14.11.2010

Diesmal einen Tag später als üblich, denn statt den Kiezwanderer zu schreiben, war ich auf dem Fehlfarben- Konzert im Lido. Ich wusste gar nicht, dass die ihr letztes Album in der Schlesischen Straße eingespielt hatten. Ein kleines Heimspiel also - und entsprechend hatten alle einen guten Abend.

letzte herbstliche Blätter vor grauer Fassade

Macht mit

Am Dienstag wurden im Büro des Quartiersmanagements die Stimmen zur Quartiersratswahl öffentlich ausgezählt. Unser Bürgermeister hat es wohl nur bis in die Falckensteinstraße geschafft und fiel so als Attraktion aus. Leider war, wie immer wenn es um Entscheidungen auf lokaler Ebene geht, das Wahlvolk - immerhin 10.476 Stimmen stark -  nur schwer an die Urne zu bekommen. So blieb es bei einer Wahlbeteiligung von unglaublich beschämenden 1,4% (=149 Wahlzettel) - trotz reichlicher Plakatierung und mehreren Wahlterminen! Meine Glückwünsche an (verzeiht bitte die zum Teil eingedeutschte Schreibweise!): Hatice Genc, Ugur Cevik, Serpil Cevik, Dirk Schneising, Agnes Wischhöfer, Christine Busch, Ralph Netzer, Connie Knefeli, Simon Schäfer-Stradowsky, Matthias Knauth, Thomas Schade und Seifr Kücücciftci! Als stimmberechtigte Kooperationspartner sind noch die Fichtelgebirge Grundschule, die Schlesische 27, die Schulsozialarbeit der Sekundarschule, das Nachbarschaftshaus Centrum, Joliba e.V. und der Friseur Haarspree, als Vertreter der Gewerbetreibenden, mit dabei.
Besten Dank für euren Einsatz und noch viel Kraft - ihr werdet sie brauchen!

Ausschüttung der Wahlurne

fast alle Mitglieder des Quartiersrat

 

Mit Macht

Die Umgestaltung des Teiches im Görlitzer Park geht stetig voran - und wohl nicht wenigen gegen den Strich. Nachdem, entgegen allen Erwartungen, der Teich nun komplett umpflanzt werden wird, sollte ein vorläufiger Zaun die neu gesetzten Pflanzen schützen. Erste Stimmen gaben dem Teil bis zum nächsten Wochenende Zeit. Aber schon in der ersten Nacht wurde stümperhaft versucht den Zaun zu sabotieren. In der zweiten Nacht schließlich wurde er fein säuberlich und komplett auf die Seite gelegt. Dass nun auch ‘ordentlich’ vandalisiert wird, kann den Entscheidungsträgern wohl zu denken geben.

der Schutzzaun wird aufgebaut

erste Beschädigung am Zaun

flach gelegter Zaun

Ein paar Einzelheiten und persönliche Gedanken zum Teichumbau:
"Das Unglück begann, als Geld aus einem anderen Projekt (‘Stadtumbau West’) in den Park umgeleitet wurde. Pikanterweise bestand die Bürgerbeteiligung/-information darin, die Gelegenheit gehabt zu haben sich anlässlich einer Veranstaltung zum Stadtumbau West (!) zu äussern. Das war getarnt genug, um unbemerkt zu bleiben. Eines Tages dann war der Dornröschenschlaf des Teiches vorbei. Büsche und Bäume wurden gerodet, zwei neue Zugänge wurden geschaffen, es wurde begonnen die Wege mit Kopfsteinpflaster zu versiegeln und es wurde eine enorme Showtreppe zum Park hin angelegt. Dieser unsensible Umgang mit ihrer Umwelt blieb nicht ohne Widerhall bei den Anwohnern. Auf Anfragen zum ‘warum’ dieses Umbaus wurden immer neue Antworten geliefert - ich verzichte darauf alle wiederzugeben, aber sie waren sämtlich bemüht bis zur zur Realsatire. Der letzte Stand ist wohl ein besserer Zugang zur Pumpenwartung. Diese Pumpe steht fast direkt an der Außenmauer. Eine Tür auf dieser Höhe wäre bestimmt besser und billiger gewesen. Nun ja - der Hase lag im Pfeffer und an einen Rückbau war nicht zu denken. Was nun? Irgendetwas muss doch den Abzug an Natürlichkeit ausgleichen! Beginnen wir doch damit, das Teichgebiet ‘Biotop’ zu nennen... Zum Glück für die Entscheider im Umweltausschuss kamen die Baumretter vom Landwehrkanal mit einer Idee. Dankbar wurde diese aufgenommen, auf den gesamten Teich (vorgesehen war der halbe Teich) ausgedehnt und nun umgesetzt. Als Ergebnis wird es einen Teich geben, der für Menschen - und viele Tiere! - unzugänglich, aber mit dem Fahrrad besser zu erreichen sein wird.

übergroße Treppe zum Park
In meinen Augen ist diese tatsächliche Trennung von Mensch und Natur das Gegenteil von ‘GRÜN’. Das ist so GRÜN wie RAL 6018 (ein normierter, gelbgrüner Farbton).
Egal wie ich es betrachte. Das absehbare Ergebnis bringt nur Kosten, keinen Zugewinn für uns Menschen. Niemand, außer womöglich den obligatorischen Bodenbrütern, hat etwas davon. Die Hundebesitzer, die ihr Tier am Teich trinken und sich erfrischen liessen, werden sich bestimmt als erste melden. Aber alle Menschen, ob groß - ob klein, werden sich daran gewöhnen müssen, keine Libellen bei deren Flugkunststücken beobachten zu können. Nie mehr einen Wasserläufer beim magischen Gang auf dem Wasser bewundern können. Nie mehr im Sommer die heißen Füße ins Wasser halten können oder Kiesel über’s Wasser springen lassen. Wir werden keinem Spatzen mehr beim frohen Bade zusehen können - ihre Hauptbadestelle ist nun mit Gebüsch bepflanzt. Das ist eigentlich egal - das Ufer werden wir in Zukunft ja auch gar nicht mehr sehen können. Ob die Enten und Teichhühner es schätzen werden, den Teich nicht mehr schnell einmal zum Grasen verlassen zu können? Ob die ganzen neuen Pflanzen wohl nicht sooo prima für die, sanierungsbedürftige, Teichfolie sind? Ob wohl die Vandalen sich einen Spaß daraus machen werden ihren Müll (das ist auch schon mal ein ganzer Mülleimer) über die Hecke ins Wasser zu werfen und sich daran zu erfreuen, dass niemand ihn mehr herausholen kann/wird? Und ob als Ergebnis des Ganzen, der Teich in ein paar Jahren wohl eine verschilfte Erinnerung sein wird? Ich bin auf das nächste Wahlergebnis von B’90/RAL6018 gespannt...
"

Grafitto das einen Maler als Anhalter zeigt

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01.-07.11.2010

abgeschnittene Rose, Herbstlaub

Plakat Lohnarbeit ist auch keine Lösung

Aussenwerbung in Form von geschorenen Pflanzen

Raushalten

Echt, aber nicht wirklich abschreckend wirkte Anfang der Woche eine Absperrung am Görlitzer Park. Ich empfinde die Veränderung rund um den Teich eher ätzend als strahlend - diese Kritik aber als heiter.

Mit einer Strahlenwarnung abgesperrter Eingang zum Görlitzer Park

 

Detailaufnahme der Sperre

Ranhalten

Nur noch am Montag können die Kiezbewohner die Mitglieder im Quartiersrat wählen. Am Dienstagabend wird im Büro des Quartiersmanagement öffentlich ausgezählt. Mal sehen, wie hoch die Wahlbeteiligung sein wird.

Aufruf zur Quartiersratswahl